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<title>Richard Arlt</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Richard Arlt</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Richard Arlt</b> (* <a href="5._Mai" title="5. Mai">5. Mai</a> <a href="1911" title="1911">1911</a> in <a href="Gmina_Wymiarki" title="Gmina Wymiarki">Ober Hartmannsdorf</a>; † <a href="25._August" title="25. August">25. August</a> <a href="1999" title="1999">1999</a><sup id="cite_ref-Kreisanzeiger_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kreisanzeiger-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) war ein deutscher <a href="Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus" title="Widerstand gegen den Nationalsozialismus">Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus</a>, <a href="Gewerkschaft" title="Gewerkschaft">Gewerkschafter</a> und Bergbauingenieur.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jugend">Jugend</h3></div>
<p>Richard Arlt wurde 1911 im <a href="Niederschlesien" title="Niederschlesien">niederschlesischen</a> Ober Hartmannsdorf bei <a href="%C5%BBaga%C5%84" title="Żagań">Sagan</a> als Sohn eines Landwirts geboren. Sein Vater starb bereits am 1. August 1914, sodass Richard fortan als Halbwaise in bescheidenen Verhältnissen aufwuchs. Von 1917 bis 1925 besuchte er die evangelische <a href="Volksschule" title="Volksschule">Volksschule</a> seines Heimatortes. Eine angestrebte Lehre zum Maurer konnte er letztlich nicht beginnen. Deshalb wurde er im Alter von 17 Jahren <a href="Bergmann" title="Bergmann">Bergmann</a> im Braunkohlen-Tiefbau, wo er zunächst als Vorschieber arbeitete.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben seiner Tätigkeit im Bergbau betätigte Arlt sich auch politisch. Im Mai 1929 trat er der SPD bei, wechselte aber bereits 1931 zum Ortsverband Wiesau der KPD. Außerdem war er Gewerkschaftskassierer für fünf bis sechs Ortschaften.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Widerstand_im_Nationalsozialismus">Widerstand im Nationalsozialismus</h3></div>
<p>Nach der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtergreifung der Nationalsozialisten</a> im Jahre 1933 waren seine politische Aktivitäten nur noch in der Illegalität möglich. Das Netzwerk, dem er sich im Untergrund anschloss, erstellte und verteilte unter anderem Flugblätter. Das Material wurde über Verbindungsleute aus Berlin bezogen oder selbst hergestellt. Aus ihm später unbekannten Ursachen erfolgte am 16. Mai 1936 seine Verhaftung. Im Oktober 1936 wurde Richard Arlt infolgedessen wegen „Vorbereitung zum <a href="Hochverrat" title="Hochverrat">Hochverrat</a>“ zu zweieinhalb Jahren <a href="Zuchthaus" title="Zuchthaus">Zuchthaus</a> verurteilt. Seine Strafe verbüßte er zunächst im <a href="Zellengef%C3%A4ngnis_Lehrter_Stra%C3%9Fe" title="Zellengefängnis Lehrter Straße">Gefängnis Berlin-Moabit</a>, wurde aber bald nach <a href="Justizvollzugsanstalt_Brandenburg_a._d._Havel" title="Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel">Brandenburg-Görden</a> verlegt. Ein reichliches Jahr später wurde er dann in ein neu errichtetes Strafgefangenenlager in Dessau-Roßlau verlegt, das ein Außenlager des Strafgefangenenlagers Elberegulierung in <a href="Griebo" title="Griebo">Griebo</a> war und der Regulierung der <a href="Elbe" title="Elbe">Elbe</a> diente.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dort lernte er den <a href="Berlin" title="Berlin">Berliner</a> Anwalt und Widerstandskämpfer <a href="Max_Berger" title="Max Berger">Max Berger</a> (1893–1970) kennen, mit dem er später eine lebenslange Freundschaft pflegte und den er wiederholt noch während des Krieges in Berlin besuchte. Nach dem Ende seiner eigentlichen Haftstrafe wurde er noch etwa vier Wochen von der Gestapo in <a href="Frankfurt_(Oder)" title="Frankfurt (Oder)">Frankfurt (Oder)</a> festgehalten und Verhören unterzogen.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ende Dezember 1938 war er schließlich wieder in seiner Heimat in Arbeit. Er begann ein Fernstudium zum Ingenieur und erhielt ein <a href="Patent" title="Patent">Patent</a> für ein <a href="Gebrauchsmuster" title="Gebrauchsmuster">Gebrauchsmuster</a> für eine <a href="Streckenauffahrung#Mechanische_Streckenauffahrung" title="Streckenauffahrung">Streckenvortriebsmaschine</a> im Bergbau. Politisch war er fortan weiter im Untergrund aktiv. Im Herbst 1939 wurde Arlt als „wehrunwürdig“ befunden, im Oktober 1942 schließlich aber doch noch von der <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a> eingezogen. Er kam zur <a href="Strafdivision_999" title="Strafdivision 999">Strafdivision 999</a>, wo er unter anderem in <a href="Tunesien" title="Tunesien">Tunesien</a> kämpfte. Am 11. Mai 1943 geriet Arlt in französische <a href="Kriegsgefangener" title="Kriegsgefangener">Kriegsgefangenschaft</a>, aus der er erst gut zwei Jahre nach Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> im Sommer 1947 wieder entlassen wurde.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-3" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Arlts_Wirken_nach_dem_Krieg_und_in_der_DDR">Arlts Wirken nach dem Krieg und in der DDR</h3></div>
<p>Nachdem er zunächst in der Nähe von <a href="Zeitz" title="Zeitz">Zeitz</a> wieder im Bergbau gearbeitet hatte, siedelte Arlt bald nach <a href="Wei%C3%9Fwasser/Oberlausitz" title="Weißwasser/Oberlausitz">Weißwasser</a> über, wo er ebenfalls im Bergbau arbeitete. Bereits 1947 war er Mitglied der im April 1946 durch die <a href="Zwangsvereinigung_von_SPD_und_KPD_zur_SED" title="Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED">Zwangsvereinigung von SPD und KPD</a> entstandenen <a href="Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands" title="Sozialistische Einheitspartei Deutschlands">SED</a> geworden. Ab Januar 1949 wurde er technischer Mitarbeiter in <a href="Halle_(Saale)" title="Halle (Saale)">Halle (Saale)</a>. Ein Jahr darauf erfolgte seine Wahl in den Zentralvorstand der Industriegewerkschaft Bergbau-Energie.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 16. April 1951 wurde er Werkleiter des Braunkohlenwerkes in <a href="Ammendorf/Beesen" title="Ammendorf/Beesen">Ammendorf</a>, eines Betriebs mit einer damaligen Belegschaft von etwa 2500 Mann. Im selben Jahr erhielt Arlt ein Patent für eine Streckenvortriebsmaschine, die 1955 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt und in mehreren Braunkohletagebauen eingesetzt wurde.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-4" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Streckenvortriebsmaschine_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Streckenvortriebsmaschine-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-LR_1957_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-LR_1957-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>1952 erfolgte seine Einsetzung als Werkleiter in der <a href="Brikettfabrik_Louise" title="Brikettfabrik Louise">Brikettfabrik in Domsdorf</a> im heutigen <a href="Landkreis_Elbe-Elster" title="Landkreis Elbe-Elster">Landkreis Elbe-Elster</a>. In <a href="Domsdorf_(Uebigau-Wahrenbr%C3%BCck)" title="Domsdorf (Uebigau-Wahrenbrück)">Domsdorf</a> wurde die Braunkohle im <a href="Tagebau" title="Tagebau">Tagebau</a> gewonnen. Trotzdem beschäftigte sich Arlt fachlich auch weiterhin mit Problemen, die den Tiefbau betrafen. Seinen Lebensmittelpunkt verlegte er schließlich ins benachbarte <a href="Tr%C3%B6bitz" title="Tröbitz">Tröbitz</a>. Arlt wurde Mitglied mehrerer Fachkommissionen und ab Juli 1955 vom Minister für Schwerindustrie <a href="Fritz_Selbmann" title="Fritz Selbmann">Fritz Selbmann</a> in den <i>wissenschaftlich-technischen Rat der Hauptverwaltung Braunkohle</i> berufen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ende 1956 wurde durch ihn der <i>VEB Braunkohlen- und Schachtbau Tröbitz</i>, seit 1960 <i>Braunkohlen- und Schachtbau <a href="Welzow" title="Welzow">Welzow</a></i> (BuS Welzow), gegründet. 1958 begann er in <a href="Freiberg" title="Freiberg">Freiberg</a> ein Studium zum Diplom-Ingenieurökonom und wurde schließlich 1960 Betriebsleiter im VEB Erdöl- und Erdgaserkundung in <a href="Gommern" title="Gommern">Gommern</a>. Ab Mai 1961 war er als Produktionsleiter und wenig später als <a href="Entw%C3%A4sserung" title="Entwässerung">Entwässerungstechnologe</a> in <a href="Brieske" title="Brieske">Brieske</a> tätig, was er bis zum Eintritt ins Rentenalter blieb.<sup id="cite_ref-Lebensbericht_3-5" class="reference"><a href="#cite_note-Lebensbericht-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1974 wurde Arlt Vorsitzender des neu gegründeten <a href="Komitee_der_Antifaschistischen_Widerstandsk%C3%A4mpfer" title="Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer">Kreiskomitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR</a> <i><a href="Finsterwalde" title="Finsterwalde">Finsterwalde</a>-<a href="Calau" title="Calau">Calau</a>-Luckau-Lübben</i> (KdAW).<sup id="cite_ref-KdAW_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-KdAW-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für seine wirtschaftlichen und politischen Aktivitäten wurde er in der DDR mehrfach ausgezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verlorener_Zug">Verlorener Zug</h2></div>
<p>Richard Arlt war seit 1952 mit <a href="Erika_Arlt" title="Erika Arlt">Erika Arlt</a> (1928–2015), geb. Röder, verheiratet. Beide erwarben sich hohe Verdienste bei der Erforschung um das Schicksal des <a href="Verlorener_Zug" title="Verlorener Zug">Verlorenen Zuges</a>, eines Häftlingstransports, der im April 1945 mit rund 2400 Menschen im <a href="KZ_Bergen-Belsen" title="KZ Bergen-Belsen">KZ Bergen-Belsen</a> gestartet und in Tröbitz gestrandet war. Das KdAW <i>Finsterwalde-Calau-Luckau-Lübben</i> unter dem Vorsitz Arlts veranlasste dort 1974/75 unter anderem an der Stelle eines <a href="Massengrab" title="Massengrab">Massengrabes</a> mit 28 jüdischen Opfern des Zuges in <a href="Wildgrube" title="Wildgrube">Wildgrube</a> die Errichtung einer <a href="Verlorener_Zug#Gedenkstätte_Wildgrube" title="Verlorener Zug">Gedenkstätte mit einem Gedenkstein</a>. Des Weiteren gab es am 23. April 1975 unter Beteiligung prominenter Persönlichkeiten wie unter anderem des <a href="Christlich-Demokratische_Union_Deutschlands_(DDR)" title="Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)">CDU</a>-Politikers <a href="G%C3%BCnther_Grewe" title="Günther Grewe">Günther Grewe</a>, des <a href="Staatssekret%C3%A4r_f%C3%BCr_Kirchenfragen" title="Staatssekretär für Kirchenfragen">Staatssekretärs für Kirchenfragen</a> <a href="Hans_Seigewasser" title="Hans Seigewasser">Hans Seigewasser</a> und des Präsidenten des <a href="Verband_der_J%C3%BCdischen_Gemeinden_in_der_DDR" title="Verband der Jüdischen Gemeinden in der DDR">Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR</a> <a href="Helmut_Aris" title="Helmut Aris">Helmut Aris</a> sowie internationaler Delegationen einen <a href="Staatsakt_(Veranstaltung)" title="Staatsakt (Veranstaltung)">Staatsakt</a> zum Gedenken an die Opfer des Verlorenen Zuges.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-KdAW_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-KdAW-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Doku_KdAW_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-Doku_KdAW-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Kreisanzeiger_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kreisanzeiger-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Es folgten viele weitere Veranstaltungen dieser Art, oft mit internationaler Beteiligung. Arlt betätigte sich bei den örtlichen Gedenkstätten als Führer. Neben der Gedenkstätte in Wildgrube gibt es auch eine an der evangelischen Dorfkirche in Tröbitz, auf dem Tröbitzer jüdischen Friedhof, in <a href="Schilda_(Brandenburg)" title="Schilda (Brandenburg)">Schilda</a> und seit 1989 in <a href="Langennaundorf" title="Langennaundorf">Langennaundorf</a>.
</p><p>Seine Frau Erika beschäftigte sich auf Anregung Arlts seit den 1980er Jahren mit der Erforschung und Dokumentation der Ereignisse und entwickelte sich zur wichtigsten Ansprechpartnerin für die Angehörigen der Opfer aus aller Welt. 1997 wurde sie für ihre Forschungsarbeit um das Schicksal der Überlebenden dieses Zuges und der damit verbundenen Ereignisse in den letzten Tagen des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> sowie für ihr Engagement zur Erhaltung und Pflege des jüdischen Friedhofs <a href="Tr%C3%B6bitz" title="Tröbitz">Tröbitz</a> schließlich mit dem <a href="Verdienstorden_der_Bundesrepublik_Deutschland" title="Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland">Bundesverdienstkreuz</a> am Bande geehrt.<sup id="cite_ref-Kreisanzeiger_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-Kreisanzeiger-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Focus_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Focus-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Wirken der beiden Eheleute wirkt im Gedenken an die Ereignisse rund um den <i>Verlorenen Zug</i> bis in die Gegenwart nach. So mahnte Andreas Claus, der Bürgermeister der Stadt <a href="Uebigau-Wahrenbr%C3%BCck" title="Uebigau-Wahrenbrück">Uebigau-Wahrenbrück</a>, bei einer Gedenkveranstaltung im April 2017 in Tröbitz mit den Worten: „Vergesst Erika und Richard Arlt aus Tröbitz nicht. Sie haben sich hohe Verdienste bei der Forschungsarbeit zum Verlorenen Transport und am Gedenken der Opfer erworben.“<sup id="cite_ref-Focus_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-Focus-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Endlich_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Endlich-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Patente_(Auswahl)"><span id="Patente_.28Auswahl.29"></span>Patente (Auswahl)</h2></div>
<ul><li>Kohlengewinnungsgerät, besonders zum Auffahren von Strecken im Braunkohlentiefbau (Gebrauchsmuster Nr. 1522113), 1942<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Streckenvortriebsmaschine (Pat. Nr. 243), 1951<sup id="cite_ref-Streckenvortriebsmaschine_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-Streckenvortriebsmaschine-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
<ul><li>Bau im BKW Domsdorf 1952/53</li>
<li>Vorstellung auf der <a href="Leipziger_Messe" title="Leipziger Messe">Leipziger Frühjahrsmesse</a>, 1955</li>
<li>Weiterentwicklung in <a href="Bernburg_(Saale)" title="Bernburg (Saale)">Bernburg</a></li>
<li>Einsatz und Erprobung in den Tagebauen Ammendorf, <a href="Sedlitz_(Senftenberg)" title="Sedlitz (Senftenberg)">Seedlitz</a>, <a href="Scado" title="Scado">Scado</a><sup id="cite_ref-LR_1957_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-LR_1957-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul></li>
<li>Schutzvorrichtung für Abbauschilde (Pat. Nr. 13229), 1954<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Rainer Bauer (Hrsg.): <i>Erika und Richard Arlt: zwei Leben für die DDR: ein deutsches Geschichtsbuch.</i> verlag am park, Berlin 2017, ISBN 978-3-945187-90-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.arlt-archiv.info">Materialien zum Leben von Richard und Erika Arlt</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Kreisanzeiger-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kreisanzeiger_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kreisanzeiger_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kreisanzeiger_1-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Landkreis vergab Kulturpreise.</i> In <i>Kreisanzeiger für den Landkreis Elbe-Elster.</i> Nr. 10/2009</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.arlt-archiv.info/html/arlt-leben.php"><i>Arlt Leben Biographische Daten.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 21. Februar 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARichard+Arlt&rft.title=Arlt+Leben+Biographische+Daten&rft.description=Arlt+Leben+Biographische+Daten&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.arlt-archiv.info%2Fhtml%2Farlt-leben.php"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Lebensbericht-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lebensbericht_3-5">f</a></sup></span> <span class="reference-text">Richart Arlt: „Mein Lebensbericht“ (Audio-Datei) im <i>Mediaarchiv BV Tröbitz @ René Born</i></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/7YGNABZJWAWI4T26NUHC7FYP7PPDS3EF">Bestand des Strafgefangenenlagers Elberegulierung</a> im <a href="Landesarchiv_Sachsen-Anhalt" title="Landesarchiv Sachsen-Anhalt">Landesarchiv Sachsen-Anhalt</a>, abgerufen am 17. Juni 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/dy37/index.htm?search=nationale%20front&KontextFb=KontextFb&searchType=any&searchVolumes=all&highlight=true&vid=dy37&kid=11f1e1ac-8ef8-45ea-bb87-54d5831840c6&uid=0851d10a-1d78-40d8-9a1d-fdd9ab8b39e8&searchPos=2527">IG Bergbau-Energie</a> im Bundesarchiv, abgerufen am 21. Juni 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-Streckenvortriebsmaschine-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Streckenvortriebsmaschine_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Streckenvortriebsmaschine_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">„Bericht über die Einführung neuer Arbeitsmethoden durch Einsatz der Streckenvortriebsmaschine in der Braunkohle“, Domsdorf, 1. März 1956</span>
</li>
<li id="cite_note-LR_1957-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-LR_1957_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-LR_1957_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">„Mehr Briketts für unsere Republik – Der Streckenvortrieb bleibt zurück – Technisierung unumgänglich/ Einige Anfragen an die HV Braunkohle“ in <a href="Nd" title="Nd">Neues Deutschland</a>, 21. März 1957, S. 3</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Berufungsurkunde Richard Arlts in den <i>Wissenschaftlich technischen Rat der Hauptverwaltung</i> vom 12. Juli 1955.</span>
</li>
<li id="cite_note-KdAW-9"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-KdAW_9-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-KdAW_9-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Chronik des <i>Kreiskomitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR Finsterwalde-Calau-Luckau-Lübben</i>, 1974–1984</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Gedenkfeier für jüdische Opfer des Faschismus.</i> In: <i><a href="Lausitzer_Rundschau" title="Lausitzer Rundschau">Lausitzer Rundschau</a>.</i> 24. April 1975.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Regina Scheer: <cite style="font-style:italic">Der Umgang mit den Denkmälern</cite>. 2003, ISBN 3-932502-36-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>116</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Richard+Arlt&rft.au=Regina+Scheer&rft.btitle=Der+Umgang+mit+den+Denkm%C3%A4lern&rft.date=2003&rft.genre=book&rft.isbn=3932502361&rft.pages=116" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Doku_KdAW-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Doku_KdAW_12-0">↑</a></span> <span class="reference-text">„Dokumentation des Kreiskomitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR <i>Finsterwalde-Calau-Luckau-Lübben</i> 1974–1984“ im <i>Mediaarchiv BV Tröbitz @ René Born</i></span>
</li>
<li id="cite_note-Focus-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Focus_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Focus_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.focus.de/regional/brandenburg/landkreis-elbe-elster-farjon-israel-es-gibt-keine-groessere-verpflichtung-als-das-erinnern_id_7026082.html">„Farjon Israel: Es gibt keine größere Verpflichtung als das Erinnern“</a>, Focus Online, 25. April 2017</span>
</li>
<li id="cite_note-Endlich-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Endlich_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text"> Stefanie Endlich: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gedenkstaettenforum.de/nc/gedenkstaetten-rundbrief/rundbrief/news/der_verlorene_transport/">„Der verlorene Transport“</a> in <i>Gedenkstättenrundbrief</i>, Nr. 178 (6/2015), S. 18–24</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">„Patentbericht“ in <i>Glückauf - Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift</i>, Heft 38, 19. September 1942, S. 521</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Patentschrift Nr. 243 vom 22. Mai 1957</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Patentschrift Nr. 13229 vom 13. Februar 1952</span>
</li>
</ol>
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